Recruiting für Industrie und IoT: Vertriebler finden

Kurz gesagt

Für Industrie und IoT besetzen wir Vertriebsrollen mit Menschen, die in einer Produktionshalle bestehen und mit Ingenieuren auf Augenhöhe sprechen. Der deutsche Mittelstand kauft hier langsam, prüft gründlich und misst den Anbieter an Verlässlichkeit statt an Innovationsversprechen. Gesucht ist ein technisch belastbares Profil mit sehr langem Atem.

Rollen, die wir besetzen
SDR, Account Executive, Technischer Vertrieb mit Werksbesuchen
Verkauft wird an
Geschäftsführung und Produktionsleitung im Mittelstand, dazu Instandhaltung, Werksleitung und teils IT
Verkaufszyklus
Lang, meist mehrere Quartale, häufig gebunden an Investitionszyklen und Werksstillstände
Profil, das hier trägt
Technisch belastbar, bodenständig, hält Prüfprozesse und Werksbesuche über Monate durch

Der deutsche Mittelstand ist für Startups die schwierigste und zugleich loyalste Zielgruppe. Wer dort einmal drin ist, bleibt oft über Jahre. Der Weg dahin ist allerdings länger, als die meisten Vertriebspläne vorsehen.

Wie in dieser Branche eingekauft wird

Drei Eigenheiten bestimmen jedes Projekt:

Die Anlage darf nicht stehen. Jeder Vorschlag wird zuerst daran gemessen, ob er den laufenden Betrieb gefährdet. Ein Stillstand kostet mehr als die gesamte Investition. Wer das nicht von sich aus adressiert, wird als Risiko eingeordnet.

Es wird gegen Bewährtes verglichen, nicht gegen Wettbewerber. Die Alternative ist selten ein anderer Anbieter, sondern der bestehende Zustand. Das ist ein Gegner, der nichts kostet und funktioniert.

Entschieden wird persönlich. In vielen Familienunternehmen entscheidet der Inhaber, nach einem Werksbesuch und einem Gespräch, das genauso über Verlässlichkeit geht wie über Technik.

Warum reine Software-Vertriebler hier häufig scheitern

Sie sind ein Tempo gewohnt, das es nicht gibt, und eine Argumentation, die nicht trägt. Ein Effizienzversprechen in Prozent überzeugt niemanden, der seit dreißig Jahren weiß, wo seine Verluste liegen. Was zieht, sind konkrete Größen aus dem Betrieb:

  • Stillstandszeiten pro Monat und was eine Stunde davon kostet
  • Ausschussquote und wo sie entsteht
  • Instandhaltungsaufwand, geplant und ungeplant
  • Wie lange die Einarbeitung eines neuen Mitarbeiters an der Anlage dauert

Ein Vertriebler, der nach diesen Zahlen fragt, führt ein Fachgespräch. Einer, der über Digitalisierung spricht, hält einen Vortrag.

Das Profil, das hier trägt

Bodenständig im Auftreten, technisch belastbar im Gespräch, geduldig im Prozess. Das klingt unspektakulär und ist selten. Besonders die Geduld unterschätzen viele: Zwischen erstem Kontakt und Auftrag liegen häufig mehrere Quartale, mit Phasen völliger Stille dazwischen.

Deshalb prüfen wir bei Kandidaten gezielt, wie sie mit langen Zyklen umgehen. Die Frage lautet nicht, ob sie geduldig sind, sondern was sie in Woche sechs ohne Rückmeldung konkret tun. Wer darauf “nachfassen” antwortet, hat keine Methode. Wer einen Anlass beschreibt, den er selbst schafft, hat eine.

Wo wir suchen

Im technischen Vertrieb bei Maschinen- und Anlagenbauern, bei Anbietern von Produktionssoftware und in der Instandhaltung. Für SDR-Rollen kommen auch Menschen aus dem Innendienst oder der Arbeitsvorbereitung infrage, die den Betrieb kennen und ins Verkaufen wollen. Die fachliche Glaubwürdigkeit bringen sie mit, die Gesprächsführung lernen sie schneller als ein Verkäufer die Produktion versteht.

Der Verkaufs-Test in dieser Branche

Das Szenario, das dein Kandidat lösen muss

Der Kandidat spricht mit dem Geschäftsführer eines Familienunternehmens mit eigener Fertigung und soll einen Werksbesuch vereinbaren. Der Einwand ist der, den man dort wirklich hört: "Wir produzieren seit vierzig Jahren erfolgreich, wozu brauchen wir das" oder "Wenn die Anlage dafür stehen muss, ist das Thema erledigt". Wir bewerten, ob er nach Stillstandszeiten, Ausschuss und Instandhaltungskosten fragt und ob er den Werksbesuch als Analyse anbietet statt als Verkaufstermin.

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Häufige Fragen

Muss ein Vertriebler hier eine technische Ausbildung haben?

Nicht zwingend, aber er muss technische Rückfragen aushalten und die richtigen Begriffe kennen. Ein Produktionsleiter merkt in zwei Minuten, ob jemand versteht, wovon er spricht. Wer das nicht tut, kommt nicht wieder ins Werk.

Warum dauern Entscheidungen im Mittelstand so lange?

Weil eine Investition in die Produktion selten dringend ist und häufig an Zyklen hängt: Wartungsfenster, Werksferien, Investitionsplanung fürs kommende Jahr. Ein guter Vertriebler kennt diese Termine und plant danach.

Passen Kandidaten aus dem Maschinenbau-Vertrieb?

Meist sehr gut. Sie kennen die Zielgruppe, die Zyklen und die Zurückhaltung gegenüber Neuem. Wir prüfen, ob sie ein Software- oder Datenprodukt verkaufen können, das kein Anfassen erlaubt.

Wie wichtig ist der persönliche Besuch in dieser Branche?

Sehr wichtig. Vieles wird erst vor Ort entschieden, und Vertrauen entsteht im Werk, nicht im Videocall. Kandidaten mit reiner Innendienst-Erfahrung tun sich hier schwer.

Welche Rolle willst du besetzen?

Fünfzehn Minuten am Telefon. Wir gehen deine offene Stelle durch und du siehst, wie der Sprint bei dir konkret laufen würde. Passt es nicht, bekommst du den Gehalts-Benchmark für die Rolle trotzdem.